Rheindahlen - Menschen rein statt Autos raus

ID: 67

Hallo Freunde der Bürgerbeteiligung,

zunächst möchte ich einmal bezweifeln, dass das Engagement, welches die Menschen, die sich hier beteiligen, zeigen, sich auch nur im Geringsten in den Umsetzungsprozessen wiederfinden wird. Um so mehr würde ich mich freuen, wenn Ihr mich (ich duze dann mal zurück) vom Gegenteil überzeugt.

Etwas anderes sei noch vorweg geschickt. Ich habe (leider) keine Lösung im Köcher. Ich glaube, dass die aktuelle Situation in Rheindahlen-Mitte die Städteentwicklung in fast allen Gegenden NRW und wahrscheinlich sogar darüber hinaus widerspiegelt. Onlinehandel, Zentralisierung (siehe Minto, Centro, Outlets) und Lebensmitteleinzelhandel abseits der Zentren (Aldi, Lidel, Edeka usw.) lassen keinen Platz für schnuckelige Dorfidylle rund um den (verkehrsberuhigten) Marktplatz. Dieses Problem zu lösen bedarf es wahrscheinlich sogar eines Ansatzes, der über den Masterplan hinaus geht. Aber deshalb muss man ja nicht gleich die Flinte.... Ihr wisst schon.

Meine Überlegung ist folgende: Über Jahrzehnte versuchen wir jetzt den Verkehr aus Rheindahlen raus zu halten. Schauen wir mal auf das Ergebnis. Es bedürfte wohl nicht dieser Aktion hier, wenn das Konzept aufgegangen wäre. Trotzdem suchen alle mir bekannten Lösungsansätze das Heil in immer noch mehr Verkehrsberuhigung. Rheindahlen ist inzwischen so verkehrsberuhigt, dass man zum Einreißen der Dornrößchenhecke schon schweres Gerät heranbringen muss. Man erinnere sich an die Zeit, als der Schotterparkplatz neben der Kirche zwischen Am Wickrather-Tor und Helenastraße noch existierte. Da war zumindest der freitägliche Wochenmarkt noch ein Anlass nach Rheindahlen rein zu fahren. Aber halt eben "rein zu fahren". Nicht sich bringen lassen und nicht mit dem Buss - nein, mit dem eigenen Auto bis 100 Meter an den Ort des Geschehens. Das ist es, was die Leute wollen (ich im Übrigen auch). Mit ihrem Allerwertesten bis vor den Verkaufsstand fahren. Nicht, dass das ein ernst gemeinter Vorschlag wäre aber wenn man auf dem Marktlatz ein, sagen wir, dreigeschossiges Parkhaus bauen würde und auf der oberen Etage der Wochenmarkt stattfände, wäre richtig was los.

Ich hab das jetzt noch mal durchgelesen - ich glaube, dass könnte doch ein ernstgemeinter Vorschlag werden. Wie wäre es denn, wen Rheindahlen als (zumindest mir bekannt) die erste Gemeinde in Deutschland würde, die ganz beswusst den Verkehr wieder in die Innenstadt holt? Bestimmt gäbe es Fördergelder von VW, BMW, Daimler und Konsorten. Fördergelder - da klingeln doch jedem Städteplaner die Ohren.

Ich habs noch mal gelesen - ich finde die Idee immer noch gut.

Ich bin zu weiteren Diskussionen bereit. Wir sehen uns am 25. Januar auf dem Rheindahlener (Rest-)Wochenmarkt.

Mit bürgerlichen Grüßen

Frank Mones
Kothausen

P. S. Ein Gesamtstädtisches Problem, das dringend angepackt gehört ist die Ampelschaltung auf der Gladbacher-/Aachenerstr. - Das ist lächerlich!!! Und mit Verkehrsbehinderungen (30 und 40 Zonen) auf Hauptverkehrsstraßen ist niemandem geholfen - schon gar nicht whrend des Tages!!!

Kommentare (1)

Werner Ude

ID: 37 17.01.2019 19:37

Ich kann dem nur zustimmen, allein der Schilderwald der auf alle Verkehrsteinehmer einwirkt ist eine Katastrophe. Ein Kreisverkehr, Kreuzung Kothausen wäre schon ein 1. Schritt.